Gewalt als Thema der Militärgeschichte
Der Ansatz des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr ist hingegen breiter. Militär und Krieg werden in allen ihren Verflechtungen mit Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft betrachtet. Die Ausstellung konfrontiert die Besucherinnen und Besucher auch mit dem eigenen, menschlichen Aggressionspotential und untersucht organisierte Gewalt als historisches, kulturelles und anthropologisches Phänomen.
Ist Aggressivität evolutionsbiologisch möglicherweise in jedem Menschen angelegt? Ist sie so selbstverständlich und unvermeidbar wie das Bedürfnis zu schlafen oder zu trinken? Oder ist der Gewaltanteil in uns vor allem kulturell geprägt und beeinflusst?
Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr versteht sich als Geschichtsmuseum, das ausgehend von seinen militärhistorischen und heereskundlichen Kernkompetenzen eine Kulturgeschichte der Gewalt erzählt. Es will informieren, Denkanstöße geben und faktenbasierte Antworten anbieten.