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Das Bild zeigt das Militärhistorische Museum bei nächtlicher Beleuchtung.
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Museumsprofil

Multiperspektivisch, kritisch modern und auf der Höhe der Forschung

Hintergründe statt Ruhmeshalle

In der Vergangenheit waren militärhistorische Museen vor allem Ausstellungsorte für Waffentechnik und Ruhmeshallen nationaler Streitkräfte. Sie wurden oft Armeemuseum genannt und wollten die Besuchenden durch militärische Leistungsschauen beeindrucken.

Dies geschah meist mithilfe einer Chronologie von Triumphen und der Aneinanderreihung von Trophäen, fast losgelöst von anderen historischen Ereignissen. Militärgeschichte beschränkte sich auf Schlachten, auf Siegesparaden und waffentechnische Entwicklungen und die Biografien herausragender Helden.

Gewalt als Thema der Militärgeschichte

Der Ansatz des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr ist hingegen breiter. Militär und Krieg werden in allen ihren Verflechtungen mit Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft betrachtet. Die Ausstellung konfrontiert die Besucherinnen und Besucher auch mit dem eigenen, menschlichen Aggressionspotential und untersucht organisierte Gewalt als historisches, kulturelles und anthropologisches Phänomen.

Ist Aggressivität evolutionsbiologisch möglicherweise in jedem Menschen angelegt? Ist sie so selbstverständlich und unvermeidbar wie das Bedürfnis zu schlafen oder zu trinken? Oder ist der Gewaltanteil in uns vor allem kulturell geprägt und beeinflusst?

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr versteht sich als Geschichtsmuseum, das ausgehend von seinen militärhistorischen und heereskundlichen Kernkompetenzen eine Kulturgeschichte der Gewalt erzählt. Es will informieren, Denkanstöße geben und faktenbasierte Antworten anbieten.

Das Leitbild

Das Leitbild definiert wesentliche Grundlagen, Werte und Ziele der Arbeit am Militärhistorischen Museum.

Wer wir sind

Wir sind das Militärhistorische Museum der Bundeswehr an drei besonderen, historischen Orten in Dresden, Berlin-Gatow und Königstein.

Wir sind militärische und zivile Angehörige der Bundeswehr. Als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen wir vielfältige Berufs- und Lebenserfahrungen in unsere Arbeit ein. Wir sind der zentrale Ort für die Auseinandersetzung mit der deutschen Militärgeschichte.

Wir begreifen Militärgeschichte als Teil einer Kulturgeschichte der Gewalt. Dabei setzen wir Militärgeschichte mit Technik-, Wirtschafts-, Politik-, Umwelt- und Gesellschaftsgeschichte in Beziehung.

Was wir tun

Wir arbeiten auf Basis von internationalen, wissenschaftlichen Museumsstandards.

Als Leitmuseum im Museums- und Sammlungsverbund der Bundeswehr unterstützen wir andere Sammlungen und bilden Angehörige der Bundeswehr fort. In enger Abstimmung mit dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr als vorgesetzter Dienststelle entwickeln wir museumsfachliche Standards für diesen Verbund.

Wir sammeln und bewahren historische Sachzeugnisse, dokumentieren und erforschen ihre Geschichte.

In unseren multiperspektivischen Ausstellungen greifen wir relevante historische Fragestellungen auf und zeigen die Exponate im jeweiligen Kontext.

Wir kommunizieren und publizieren die Ergebnisse unserer Arbeit über verschiedene Medien.

Wir sind ein Lernort für die historische und die politische Bildung. Für die Bundeswehr und unsere Besucherinnen und Besucher bieten wir verschiedene Formate an, die es ermöglichen, sich auf vielfältige Weise mit Geschichte auseinanderzusetzen.

Wir vermitteln historisches Orientierungswissen zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten und fördern das wertegeleitete Traditionsverständnis der Bundeswehr. Damit unterstützen wir die Streitkräfte in ihrem Auftrag der Landes- und Bündnisverteidigung.

Unsere Werte

Als Museum der Bundeswehr sind wir den Werten der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet.

Wir stehen für den freien demokratischen Diskurs und die Freiheit der Wissenschaften ein.

Als zivile und militärische Angehörige der Bundeswehr arbeiten wir kameradschaftlich, kollegial, respektvoll und auf Augenhöhe am Erreichen unserer Ziele.

Unsere vielfältigen Erfahrungen und Perspektiven begreifen wir als Bereicherung.

Wir schätzen die Arbeit jeder und jedes Einzelnen.

Wir pflegen eine offene Diskussionskultur, in der Fehler als Chance zur Verbesserung gesehen werden.

Wir reflektieren unsere Arbeit und entwickeln uns weiter.

Unsere Ziele

Wir schaffen mit unserer Arbeit ein Museum für alle Menschen.

Wir bieten Besucherinnen und Besuchern ein Forum für den kontroversen Diskurs zu relevanten Themen der deutschen Militärgeschichte und damit die Möglichkeit, ihre historische Urteilskraft zu stärken.

Als Angehörige des Museums leisten wir einen wichtigen und nachhaltigen Beitrag für unser Museum und die Gesellschaft.

Wir bewahren und erweitern die größte und wichtigste Museumssammlung der deutschen Militärgeschichte.

Mit unserer Forschung leisten wir einen relevanten Beitrag für die Geschichtswissenschaften.

Wir erweitern und stärken unser professionelles Netzwerk.

Mit unserer unkonventionellen Herangehensweise in allen Bereichen setzen wir Maßstäbe.

Leitbild herunterladen

Hier können Sie unser Leitbild herunterladen.