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Das Bild zeigt das Militärhistorische Museum bei nächtlicher Beleuchtung.
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Architektur

Aufwendige Verschmelzung von moderner und historischer Bausubstanz

Neubau bricht mit Kontinuität

Wie ein Keil durchschneidet der Neubau das historische Arsenalgebäude und steht damit für den Epochenbruch in unserer Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Gestaltung des Neubaus mit seinen schrägen Wänden stellt alte Sehgewohnheiten infrage, bricht mit räumlichen Konventionen und schafft neue Perspektiven. Damit setzt der Architekt baulich eine Leitidee des Militärhistorischen Museums um, in dem traditionelle und überlieferte Sichtweisen einer gewaltverdichteten Geschichte erkannt, hinterfragt und wo nötig durchbrochen werden. Mit modernen multiperspektivischen Ansätzen im Hinblick auf Krieg und Gewalt stellt sich der Themenparcours, der im Neubau untergebracht ist, dieser besonderen Herausforderung. 

Keil von Libeskind erinnert an Bombennacht

Für seinen Entwurf hat sich Architekt Daniel Libeskind intensiv mit der Geschichte Dresdens auseinandergesetzt. Die Sichtachse des Keils ist genau auf den Punkt ausgerichtet, an dem die ersten britischen Flugzeuge im Februar 1945 ihre Lichtmarkierungen abwarfen und damit den Bomberverbänden den Weg wiesen. Mit seinem Winkel von 40,1 Grad beschreibt der Keil genau den Trichter der Zerstörung, der die Dresdener Altstadt in eine Trümmerwüste verwandelte.

Trotz des markanten Neubaus bleibt das historische Arsenalgebäude aus dem 19. Jahrhundert erhalten. So, wie der Keil für moderne Perspektiven der Militärgeschichte steht, repräsentiert der Altbau die klassische Form der Geschichtserzählung. In ihm befindet sich die Chronologie der Dauerausstellung. Diese betrachtet die Militärgeschichte auf traditionelle Weise primär anhand ihres linearen Verlaufs.

 

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