Militär als Mittel der Macht
Gewalt scheint eine anthropologische Konstante. In dieser Ausstellung des Themenparcours geht es um die Zähmung der anarchischen Gewalt, sowie den gewalttätigen Missbrauch von Gewalt durch die Politik.
Mal wird Gewalt zügellos ausgelebt, in anderen Fällen von den Mächtigen mutmaßlich rechtmäßig eingesetzt. Das Militär wird hierbei zum Machtinstrument und Organ der vollziehenden Gewalt.
Herrschaftsträger nutzten stets die ihnen zur Verfügung stehenden Medien, um ihre Macht zu demonstrieren. So ließen sich neuzeitliche Herrscher beispielsweise gerne von Künstlern in Uniformen und mit militärischen Insignien malen, um ihren Anspruch auf das staatliche „Gewaltmonopol“ zu unterstreichen. Umgekehrt malten Künstler aber auch Szenen der Gewalt, um Machtmissbrauch anzuprangern. Der Ausstellungsabschnitt stellt solche Werke klassischen Herrscherportraits gegenüber.