Zu erkennen ist die Fassade des Militärhistorischen Museums mit dem Keil von Daniel Libeskind.
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Kunst auf Kommando?

In der Veranstaltungsmediathek finden Sie Aufzeichnungen und Informationen zu vergangenen Vorträgen und Diskussionen zu historischen und aktuellen Themen der Militärgeschichte.

Kunst auf Kommando? Werke zur Nationalen Volksarmee der DDR

Eröffnungsveranstaltung zur Sonderausstellung mit Beiträgen von Oberst Dr. Dr. Rudolf J. Schlaffer, Prof. Dr. Bernd Lindner, Katja Protte und Dr. Elke Neumann. Moderation: Oberstleutnant Thomas Janke. Musik: AuditivVokal Dresden. 

Aufzeichnung der Veranstaltung vom 8. Oktober 2026

In den späten 1980er-Jahren registrierte die X. und letzte Kunstausstellung der DDR über eine Million Besucherinnen und Besucher: ein enormer Zuspruch für ein Land mit nur 16 Millionen Einwohnern. Kunst bewegte die Menschen. Das wusste auch die Nationale Volksarmee (NVA). Das Verhältnis von Kunst und Militär in der DDR steht im Zentrum der Festrede von Prof. Dr. Bernd Lindner, den der Kulturhistoriker am 8. Oktober 2026 im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung zur neuen Sonderausstellung »Kunst auf Kommando? Werke zur Nationalen Volksarmee der DDR« gehalten hat. Außerdem führte Oberst Dr. Dr. Rudolf J. Schlaffer allgemein in die Thematik ein, während die Kuratorinnen Katja Protte und Dr. Elke Neumann Einblicke in den Aufbau und die Themen der Sonderausstellung gaben.

Mit dieser Ausstellung widmet sich das Militärhistorische Museum der Bundeswehr erstmals genauer dem komplexen Kunstbestand der Nationalen Volksarmee der DDR. Sie basiert auf einer umfangreichen und vielseitigen Sammlung, die nach der Auflösung der NVA 1990 in den Besitz der Bundeswehr überging. Dazu gehören Werke, welche die NVA und ihr Armeemuseum in Auftrag gegeben oder angekauft haben, die sie geschenkt erhielten oder von anderen staatlichen Stellen übernahmen. Aber auch Arbeiten, die jenseits der offiziellen Kunstpolitik der DDR entstanden, sind Teil der Ausstellung, die über 200 Gemälde, Grafiken und Plastiken von rund 100 Künstlerinnen und Künstlern versammelt und den Blick auf das Spannungsfeld von Kunst, Staat und Militär in der DDR richtet.

Produktion und Einrichtung des Musikprogramms: AuditivVokal Dresden, Olaf Katzer (KunstAuditiv Dresden e.V.) 


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