Zum Hauptinhalt springen
Das Bild zeigt ein coloriertes Glasdia mit originaler Beschriftung aus der ehemaligen Reichsmarinesammlung im Sachgebiet Bildgut.
Informationen zum Urheberrecht öffnen

Sachgebiet

Bildgut

Sachgebiet

Fotografie als Quelle für die Militärgeschichte

Bilder, die Geschichten erzählen

Ein Foto hält den Moment fest – doch oft erzählt es weit mehr als das Sichtbare. Im Sachgebiet Bildgut werden historische und vor allem militärhistorische Fotografien, Negative und Dias von den Anfängen Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart gesammelt.

Der Bestand zählt zu den herausragenden Sammlungen zur deutschen und internationalen Militärgeschichte. Schwerpunkte sind die deutschen Streitkräfte seit dem 19. Jahrhundert. Aufgrund der Sammlungsentwicklung ist der Bestand zur Nationalen Volksarmee der DDR besonders umfangreich und besitzt einen offiziell geprägten Charakter.

Offizielle Bestände

Zu diesen Beständen gehören Fotografien von Truppenteilen, militärischen Einrichtungen, Presseagenturen und Institutionen. Sie dienten der Bewahrung bildhafter Informationen, sind jedoch häufig propagandistisch beeinflusst. Die Überlieferung ist ungleichmäßig – ein Schwerpunkt liegt auf dem Kalten Krieg und der DDR. Die Fotografien des sowjetischen Kriegsberichterstatters G. G. Samsonow belegen etwa den Weg der Roten Armee in den letzten beiden Kriegsjahren bis nach Berlin im Mai 1945. Der fotografische Nachlass von Willy Roßner zeigt das Kriegsende 1945 und den folgenden Neuaufbau in Dresden.

Besonders umfangreich ist der geschlossene Bestand zur Geschichte der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR von ihrer Gründung bis zu ihrer Auflösung 1990. Demgegenüber ist der Bestand zur Bundeswehr vergleichsweise klein und wächst erst seit einigen Jahren, etwa durch die Übernahme von Fotomaterial aufgelöster Dienststellen.

Private Fotografien

Eine weitere Gruppe bilden Fotoalben und -konvolute mit Amateuraufnahmen, sogenannte „Knipserfotos“. Begünstigt durch preiswerte Kameras und Filme, den Aufschwung der illustrierten Presse sowie die technischen Entwicklungen. Sie entstanden ursprünglich zur persönlichen Erinnerung. Vor allem aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg stammen zahlreiche Beispiele. In den letzten Jahren bilden diese privaten Bestände den größten Teil der Neueingänge.  

Militärische Dokumentation

Zahlreiche Aufnahmen im Bestand bilden militärischer Fahrzeuge, Waffen und Ausrüstungen ab. Sie entstanden für die interne Information und Dokumentation, etwa für Dienstvorschriften, in den Streitkräften. 

Bedeutung der Sammlung

Der Fotobestand liefert wertvolle Belege für die Entwicklung des Militärs im Krieg wie im Frieden – ebenso für die Wechselbeziehungen zwischen Militär und Gesellschaft. Fotografien besitzen – abhängig von den Fotografen oder ihren Auftraggebern – Quellencharakter. Sie illustrieren historische Ereignisse und bilden damit eine bedeutende Grundlage zum einen für die Vermittlung von Militärgeschichte, zum anderen für die Forschung.

Die Sammlung dient daher als Grundlage nicht nur für eigene Ausstellungen und Publikationen des Militärhistorischen Museums, sondern auch für andere Museen, Wissenschaftler, Medien und internationale Forschung.  


Mehr zur Sammlung

Wenn Sie mehr über die Sachgebiete unserer Sammlung erfahren wollen, klicken Sie hier.