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Das Bild zeigt einen Blick in ein Depot mit Lagerschränken und einen Transportwagen mit historischen Gewehren.
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Sachgebiet

Handwaffen

Sachgebiet

Von mittelalterlichen Lanzen bis zu modernen Ordonnanzwaffen

Vielfalt einer besonderen Waffenkategorie

Der Begriff Handwaffen umfasst eine Vielfalt unterschiedlicher Waffen, die in der Geschichte auf dem Schlachtfeld zum Einsatz kamen.

Jede Waffe erzählt zwei Geschichten: die des technischen Standes der Entwicklung und die der tatsächlich ausgeübten Gewalt zwischen Menschen. Sie machen deutlich, wie nah Fortschritt und Zerstörung beieinanderliegen können.

Am Militärhistorischen Museum umfasst das Sammlungsgebiet Handwaffen mehr als 17.600 Einzelobjekte und reicht vom Spätmittelalter bis ins 21. Jahrhundert. Die unterschiedlichen Objektgruppen gliedern sich in Feuerwaffen, Blankwaffen, Stangenwaffen und Waffenzubehör. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Waffen, die im europäischen Kulturraum entwickelt und genutzt wurden.

Handwaffen in den Ausstellungen

Handwaffen sind eine besondere Objektgruppe. Sie repräsentieren nicht nur den Stand der Technik, sondern auch den unmittelbaren Aspekt militärischer Gewalt. Keine andere Waffengattung macht so deutlich, dass Waffen von Menschen gegen Menschen eingesetzt wurden. Nur selten lassen sich die einzelnen Stücke konkreten Personen zuordnen. Doch sie veranschaulichen eindrücklich, wie eng Technik und Gewalt in der Geschichte verbunden waren. 

Feuerwaffen

Unter Feuerwaffen versteht man Waffen, die Projektile mit Hilfe des Abbrennens eines Treibmittels wie Schwarzpulver verschießen. Dazu gehören Gewehre, Pistolen, Revolver, aber auch Kuriositäten wie Gehstockflinten.

In den Beständen dominieren Ordonnanzwaffen – also reguläre Waffen, die Soldaten offiziell ausgehändigt wurden. Ergänzt wird der Bestand durch eine kleinere Zahl von Jagd- und Sportwaffen, beispielsweise Bockflinten und Kleinkalibergewehre. Einzelne Stücke haben zudem einen Bezug zu historischen Persönlichkeiten.

Blankwaffen

Blankwaffen zeichnen sich durch die Nutzung von Klingen aus und werden meist als Hieb- oder Stichwaffen verwendet. Sie können klein und spitz, wie etwa ein Pikenbajonett, oder auch deutlich größer und schwerer, wie beispielsweise ein Säbel, sein.  

„In der Stärke der Waffen zeigt sich die Schwäche der Menschen.“

 Rabindranath Tagore

Neben dem Kampf wurden Blankwaffen auch für repräsentative Zwecke verwendet. Aus diesem Grund befinden sich in der Sammlung auch aufwendig vergoldete, mit echten Damastklingen und feinen Gravuren ausgestattete Exponate. Manche Blankwaffen lassen Rückschlüsse auf ihre Träger zu oder dienten als Erinnerungsstücke für ehemalige Kameraden oder die eigene Dienstzeit. 

Stangenwaffen – Waffen mit Symbolkraft

Stangenwaffen bestehen aus einer langen Stange, meist aus Holz oder Metall, an deren vorderem Ende eine Klinge, Spitze oder Keule sitzt. Typische Vertreter sind Lanzen, Hellebarden oder Kriegsflegel. Sie wurden meist mit beiden Händen geführt. Noch heute sind sie zum Beispiel auf Stadtwappen zu finden. 


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